Mündliche Prüfung SS17 - Erfahrungsberichte/Protokolle

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  • Mündliche Prüfung SS17 - Erfahrungsberichte/Protokolle

    Hi zusammen,

    AStS kann dieses Semester nur mündlich geprüft werden. Leider habe ich noch keine Prüfungsprotokolle gefunden.
    Hat jemand schonmal eine mündliche Prüfung in AStS gehabt? Was gibt es bei Prof. Pelz zu beachten?

    Über Erfahrungsberichte oder Protokolle würde ich mich sehr freuen.
  • Hi,

    ich habe leider bisher noch keine weiteren Infos.
    Außer der Aussage, dass prinzipiell alles aus der Vorlesung relevant ist und als Einstieg ein 5-minütiger pen&paper Vortrag zu einem Thema aus der Vorlesung oder mit Bezug dazu gehalten werden soll.

    Falls du noch etwas in Erfahrung bringen kannst, wäre es super, wenn du es hier mitteilst. :)
  • Zu ASTS kann ich leider nichts sagen, aber ein Tipp von mir zum Vortrag:
    Euch stehen nur ein Stift und leeres Papier zur Verfügung, von den fünf Minuten Dauer solltet ihr nicht allzu sehr abweichen. Nehmt etwas, was sich zum Inhalt der Vorlesung passt, aber definitiv darüber hinausgeht. Ein reines Wiederholen des gelehrten Stoffes mag Prof. Pelz nicht so gern, er lernt lieber neue Sachen kennen. Außerdem solltet ihr das Thema was ihr vorstellt sicher beherrschen, da er meistens Nachfragen dazu stellt.

    Und noch ein zweiter Tipp: Dimensionsanalyse sollte sitzen :) Das bringt Prof. Pelz eigentlich in jeder seiner Veranstaltungen dran, und auch in den vielen Prüfungen. Und wichtige Grundgleichungen solltet ihr ebenfalls können (z.B. Konti, Impulssatz und 1. Hauptsatz), das setzt Prof. Pelz ebenfalls voraus, auch wenn es nicht direkt Bestandteil der Vorlesung war.

    Viel Erfolg euch!
    Hinweis: Die verwendeten Bezeichnungen Student, Vertreter, Absolvent, Professor o.ä. sind geschlechtsneutral zu verstehen und für Männer wie Frauen gleichermaßen gültig.
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  • Vorrechnen halte ich für unwahrscheinlich, außer es sind kurze Rechnungen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ihr anhand der Gleichungen Sachen begründen können müsst.
    Beispiel: In der Prüfung zu Fluidenergiemaschinen hat er mir damals drei Gleichungen hingeschrieben und ich musste ihm sagen, ob die äquivalent sind. Das musste ich dann mit dem ersten Hauptsatz begründen, über den konnte man die Gleichungen ineinander umrechnen (musste ich aber nicht ausführen). Der 1. HS kam aber damals in der Vorlesung nicht dran soweit ich mich erinnern kann.

    Für solche Sachen kann man sich natürlich viele Beispiele ausdenken, sei es zur Impulserhaltung, Bernoulli oder Ähnliches. Hängt auch ein wenig vom Inhalt der Vorlesung ab. Da kommt Prof. Pelz glaube ich aber auch teilweise spontan in der Prüfungssituation auf Ideen. Ist vermutlich kein Weltuntergang, wenn ihr in der Prüfung da nicht direkt drauf kommt, wichtig sind die Kernthemen der Vorlesung. Aber am Ende könnten diese Kleinigkeiten das Zünglein an der Waage bei der Notenvergabe sein.
    Hinweis: Die verwendeten Bezeichnungen Student, Vertreter, Absolvent, Professor o.ä. sind geschlechtsneutral zu verstehen und für Männer wie Frauen gleichermaßen gültig.
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  • Die Prüfung habe ich mittlerweile hinter mich gebracht. Ist nur leider schon etwas her. Ich versuche mal mich zu erinnern.

    Vortrag:
    Hilfsmittel sind nicht zugelassen, also auch keine Zettel mit kurzen Notizen. Das wusste ich vorher nicht, weil ich das Informationsblatt zum Ablauf von mündlichen Prüfungen bei Prof Pelz nicht kannte.

    Fragenteil:
    Herleitungen sollte man unbedingt kennen und komplett aufs Blatt bringen können. Ich musste zum Beispiel die Herleitung der Modalanalyse vorrechnen.
    Dann gab es eine Aufgabe in der Herr Pelz eine Turbine oder Ähnliches (wie gesagt: ist schon wieder echt lange her) aufgezeichnet hat. Da sollte ich dann die Leistung in Abhängigkeit von anderen Größen ermitteln können und die Reynoldszahl quasi herleiten bzw erkennen.

    Insgesamt war die mündliche Prüfung ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe und für jemanden wie mich, der Bammel vor mündlichen Prüfungen hat, eher ungeeignet. :D

    Gute Vorbereitung ist essenziell - am besten auch nochmal die TSL-Kenntnisse auffrischen.
    Viel Erfolg an alle! ;)

  • Hi,

    ich hatte am 21.08 meine mündliche Prüfung in AStS.
    Habe versucht zu notieren, was noch im Gedächtnis geblieben ist. Bei Fragen gerne nochmal nachhaken.

    Viel Erfolg!

    Prüfungsprotokoll – Analyse und Synthese technischer Systeme
    Datum: 21.08.2017
    Prüfer: Prof. Pelz
    Dauer: 5 min Vortrag + 20 min Fragerunde
    Note: 1,3

    Allgemeine Hinweise:

    Prof. Pelz hat sich die Fragen spontan in der Prüfung ausgedacht, daher solltet euch nicht alleine auf dieses Protokoll verlassen. Die Prüfung kann sicherlich auch in eine vollkommen andere Richtung laufen.
    Ich habe die Aufzeichnungen aller Vorlesungen angesehen und mir Anmerkungen dazu auf die Folien notiert. Anschließend habe ich die Folien zusammengefasst und gelernt. Ich habe dabei auch versucht, Herleitungen nachzuvollziehen. Die Aufzeichnungen anzusehen ist für die mündliche Prüfung unbedingt zu empfehlen. Man bekommt ein Gespür dafür, was dem Prof. wichtig ist.
    Die Übungen habe ich nicht gemacht, was jedoch für meine Prüfung im Zusammenhang mit den Fragen zur Dimensionanalyse sinnvoll gewesen wäre. Wenn man Zusammenhänge gut erklären kann und einen Überblick über den Prüfungsstoff hat, wird scheinbar über Fehler beim Rechnen hinweggesehen (bei mir: Dimensionanalyse und Robust Design am Beispiel Messbecher).

    Vortrag mit Papier&Stift (ca. 5 min)

    Zu Beginn der Prüfung musste ich einen Kurzvortrag halten. Als Hilfsmittel wurden dabei nur Stift und Papier gestellt. Der WiMi hat die Zeit überprüft, daher ist es zu empfehlen nahe an 5 Minuten zu bleiben. Es ist zu empfehlen ein Thema auszuwählen, welches einen Bezug zur Vorlesung hat, aber nicht explizit durchgekaut worden ist. Wenn man Transferleistung erbringt, wird der Vortrag besser bewertet.

    Fragen (ca. 20 min)
    Im Folgenden eine grobe Skizze der Fragerunde. Keine Garantie auf Vollständigkeit!
    • 1) Dimensionsanalyse für die Fluggeschwindigkeit eines Vogels, den Prof. Pelz aufgezeichnet hat.
      1. Einige Einflussgrößen benennen: Geschwindigkeit des Vogels, Dichte der Luft, Erdbeschleunigung, Masse des Vogels, Flügelbreite des Vogels
      2. Durchführung einer kompletten Dimensionsanalyse --> Da hat es sehr gehakt bei mir, da ich mit den Einheiten durcheinander gekommen bin und nicht gut auf die Dimensionsanalyse vorbereitet gewesen war. Das Verrechnen hat sich letztendlich nicht sehr auf die Bewertung ausgewirkt.
      3. Pi-Theorem benennen
      4. Nachfrage: Von wem stammt das Pi-Theorem --> Antwort: Buckingham. Ich glaube, dass das in der VL nicht erwähnt wurde.
    • 2) Prof. Pelz hat einen Satelliten gezeichnet. Dieser bestand aus drei Massen, welche durch Fachwerkkonstruktionen verbunden waren.
      1. Ist das schon ein Modell? --> Ja, da als Fachwerk vereinfacht. (darauf wollte Prof. Pelz hinaus). Ich habe geantwortet, dass ein axiomatisches Modell aus einem Axiom, Kinematik und evtl weiteren Definitionen besteht, das war auch okay.
      2. Wie stelle ich die DGL möglichst einfach auf? --> Lagrange Formalismus, mit Impulssatz geht auch, aber schwerer.
      3. Wieviele Freiheitsgrade hat das Modell --> 3, da 3 Massen
      4. Wie gehe ich vor, wenn ich nur an der höchsten Eigenfrequenz interessiert bin? --> Antwort: Modalanalyse. Ich habe ganz grob die Schritte bei der Modalanalyse dargestellt. Dabei habe ich Ansatz und charakteristisches Polynom aufgeschrieben und erläutert wie man mit Hilfe der Matrix der Eigenvektoren auf Massen- und Steifigkeitsmatrizen kommt.
      5. Einordnen der Modalanalyse in den Rahmen der Vorlesung
    • 3) Kapitalwertmethode.
      1. Wofür benutzt man die Kapitalwertmethode?
      2. Herleitung der Formel für die kontinuierlichen Kapitalwertmethode. Trennung der Veränderlichen musste nicht ausgeführt werden.
    • 4) Robust Design
      1. Einordnen in die Vorlesung. Was ist Robust Design? --> Lineare oder nicht-linear Optimierung mit Lagrange Faktor. Dabei möglichst hohe Robustheit gegen Fertigungsungenauigkeiten etc.
      2. Durchführung einer Optimierung Anhand des Beispiels des Messbechers aus der Vorlesung: Aufzeichnen des Messbechers, Zielfunktion, Nebenbedingung, Durchführung der Optimierung. Ich habe mich da etwas verrechnet. Das ist aber nicht schlimm, wenn man das Prinzip erklären kann.
  • So, ich war heute auch dran. Um es kurz zu machen: Mich hat Prof. Pelz, nach 5 min Vortrag und 5 min Fragen dazu, dann etwa 40 Minuten einzig und allein zur Dimensionsanalyse und minimal zur Modellbildung abgefragt. Als System kam ein Tandem dran - er hat mir die Leistung eines Fahrradfahrers gegeben und ich sollte schlußendlich darauf kommen, dass die Geschwindigkeit mit (N'/N)^2/3 skaliert (N ist die Anzahl der Personen auf dem Fahrrad). War ganz schön tricky, auf die aerodynamische Verlustleistung bin ich erst nicht gekommen. Die weiteren Größen kriege ich nicht mehr ganz zusammen, die Dichte der Luft war auf jeden Fall dabei, die Fläche des Fahrradfahrers, seine Leistung und N*m*g als Gewichtskraft (--> Rollreibung der Reifen!)

    Die Benotung war schlussendlich mehr als fair, habe eine 2,3 bekommen, obwohl ich mich eher schlechter eingeschätzt hätte.
    Freunde sind wie Kartoffeln. Wenn man sie isst, sind sie tot.