Prüfungsprotokoll 20.02

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  • Prüfungsprotokoll 20.02

    Prinzipiell war die Prüfungsatmosphäre gut, als meine Antwort zu den Modalkonstanten aber nicht direkt kam, wurde Prof. Rinderknecht etwas ungeduldig und hat mich dadurch extrem verunsichert. Naja, ist wahrscheinlich nur menschlich bei der letzten Prüfung der Prüfungswoche und an diesem Tag. Für eine 2,0 hat es aber noch gereicht.

    hier aus dem Kopf was bei mir gefragt wurde:

    Mir wurde ein System vorgelegt: Wie würden Sie bei der Modellbildung vorgehen?
    Systemgrenzen festlegen --> Modellierungsverfahren auswählen --> Num. Berechnung --> Visualisierung und Animation der Ergebnisse --> Interpretation der Ergebnisse --> Experimenteller Nachweis

    Prof. Rinderknecht zeichnete ein Balken wie im Anhang und ich sollte das Pol-Nullstellen Diagramm aufzeichnen. Dabei waren die Eigenformen so krumm und schief aufgezeichnet, dass ich ein bisschen aus dem Konzept gebracht wurde. Dies hat er gemerkt und direkt nachgebohrt. Als ich dann etwas verunsichert war, hat er mich teilweise auch bei meinen (richtigen) Überlegungen abgewürgt.
    Ein Aufzeichnung und Erklärung ist im Anhang.

    Welche Nichtlinearitäten gibt es?
    Material-, Geometrische- und Randbedingungs-Nichtlinearitäten

    Ist Reibung eine Nichtlinearität?
    Ja, Stick-Slip, Aufstau der Schmierflüssigkeit bei steigenden Geschwindigkeiten und Vorzeichenwechsel bei 0

    Sie haben hier eine piezoelektrischen Aktor an dem Lager sitzen durch den hohe Ströme fließen. Könnte es dort einen Einfluss auf das Messsystem geben?
    Kapazitiver Einfluss: U_1 = Z_1/(Z_1+Z_S) mit Z_S = 1/(omega * C_s)
    und ich sollte diesen Kreis 1:1 aufzeichnen, wie er auf der entsprechenden Vorlesungsfolie dargestellt ist.

    das wars!
    Alles in allem würde ich sagen: Man darf sich auf keinen Fall aus dem Konzept bringen lassen. Wenn Prof. Rinderknecht euch abwürgt, führt euren (vielleicht) richtigen Gedanken weiter und lasst euch nicht verunsichern!

    Viel Glück und Viel Erfolg
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  • danke für das Protokoll!
    ich habe aber eine Frage bezüglich der Vorzeichen der Modalkonstanten. Im Skript steht (Kap. 3 F. 44) :

    "Es kann mathematisch gezeigt werden, dass, wenn benachbarte Eigenformen Modalkonstanten mit gleichem Vorzeichen haben, immer eine Nullstelle zwischen den beiden Polen liegen."

    So wie ich deine Erklärung verstanden habe, schaust du, ob an der Stelle des Aktors und an der Stelle des Sensors die Verschiebung der Eigenform das gleiche Vorzeichen hat.
    Nach der Erklärung im Skript habe ich das so verstanden, dass du die Verschiebungen an Stelle S und A zwischen 2 Eigenformen vergleichen musst. Und nicht die Verschiebungen an einer Eigenform.
    Daher dürfen gar keine Nullstellen zwischen den Polen liegen.
    Was meinst du? Vielleicht habe ich das falsch verstanden...
  • Als erstes berechnest du die Modalkonstante jeder Eigenform. Diese hängt nur von der jeweiligen Eigenform selbst, der Aktor- und der Sensorposition ab. Sie hängt NICHT von benachbarten Eigenformen ab!

    Z.B. Die Modalkonstante der zweiten EF ist 1.

    Komplett unabhängig davon berechnest du die Modalkonstante der dritten Eigenform zu -1.

    Erst jetzt vergleichst du die Modalkonstante der Eigenformen untereinander mithilfe deines Zitates aus dem Skript.
    --> Zwischen der zweiten und der dritten Modalkonstanten findet ein Vorzeichenwechsel statt (1 zu -1), es befindet sich also KEINE Nullstelle zwischen den Eigenformen.

    Zwischen allen anderen Modalkonstanten findet KEIN Vorzeichenwechsel statt (1 zu 1) und deshalb liegt zwischen diesen Eigenformen und der ungefesselten Drehung auch eine Nullstelle.

    Alles klar? Ansonsten gerne weiter nachbohren!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alex0 ()

  • Alex0 schrieb:

    Sie haben hier eine piezoelektrischen Aktor an dem Lager sitzen durch den hohe Ströme fließen. Könnte es dort einen Einfluss auf das Messsystem geben?
    Kapazitiver Einfluss: U_1 = Z_1/(Z_1+Z_S) mit Z_S = 1/(omega * C_s)
    und ich sollte diesen Kreis 1:1 aufzeichnen, wie er auf der entsprechenden Vorlesungsfolie dargestellt ist.
    Hi,

    danke für dein Protokoll und für die Erklärung im Anhang!

    Frage zu der kapazitiven Kopplung: Welchen Kreis solltest du genau zeichnen? Meinst du den Schaltkreis mit Störleiter/Messleiter?

    Und wie bist du drauf gekommen, dass er die kapazitive Kopplung hören wollte - er hat "hohe Ströme" gesagt und das würde ich jetzt nicht sofort mit kapazitiven Kopplung verbinden. Wie ich das verstanden habe, tritt diese Art der Kopplung auf wenn die Leiter auf unterschiedliche Spannungsniveaus sind.