Wie fandet ihr die Klausur heute? Was ist eure Einschätzung?
Klausur SoSe25 Erfahrung
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giovanns -
August 22, 2025 at 4:17 PM
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Rechenteil war ok.
Nicht geschenkt aber nicht sehr schwer.
Zeichenteil... Kommt drauf an wie sie bewerten.
Da es 5-6 Sonderteile gab, die auch ziemlich schwer waren (teilweise ohne CAD modell oder Darstellung), bin ich mir unsicher wieviel sie bei der Bepunktung ausmachen.
Sollten allein die Sonderteile dafür sorgen können, dass man unter 18-20 Punkte im Zeichenteil kommt, dann war sie maximal bodenlos.
Wenn nicht, dann war der Zeichenteil ganz ok.Dann müsste man die Sonderteile einfach ignorieren und so zeichnen, als gab es sie nicht.
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Kurzum: Die heutige Klausur war in dieser Form nicht akzeptabel, warten wir aber erstmal ab aufs Ergebnis.
Es ist selbstverständlich nachvollziehbar, dass MM2 ein anspruchsvolles Fach ist, daran hat vermutlich auch niemand an dieser Universität grundsätzlich etwas auszusetzen. Die TU darf und soll vertieftes Wissen abprüfen. Allerdings war die heutige Klausur ( insbesondere im Zeichenteil) in keiner Weise mit den Prüfungen der vorherigen Semester vergleichbar.- In den vergangenen Semestern stammten viele Konstruktionsaufgaben aus Remakes älterer Klausuren, was eine gewisse Vergleichbarkeit ermöglichte.
- Darüber hinaus gab es in früheren Durchgängen deutlich konkretere Hinweise in Sprechstunden (z. B. zu SRK, Planetenradgetrieben, Federn etc.).
Ich habe alle verfügbaren Zeichnungen mindestens einmal gezeichnet und dennoch war die neue Aufgabe in Form, Aufbau und Schwierigkeitsgrad schlichtweg nicht vorhersehbar. Besonders problematisch war die Anordnung von drei Wellen in einer Reihe anstelle der üblichen parallelen Darstellung (man hatte kaum Platz). Hinzu kam die sehr hohe Zahl an Sonderteilen. Zwar gab es einen Verweis auf die Labyrinthdichtung, doch insgesamt war die Aufgabe in Umfang und Komplexität unverhältnismäßig. Bemerkenswert ist, dass das Planetenradgetriebe letztlich der leichteste Teil der Zeichnung war.
Zum Rechenteil:
Dieser war zu großen Teilen fair und etwa zu 60 % gut vorbereitbar. Allerdings verhinderte der erhebliche Zeitdruck eine angemessene Bearbeitung. Es entsteht der Eindruck, dass die Klausur bewusst so konzipiert wurde, dass sie in der vorgesehenen Zeit nicht vollständig lösbar ist – was den Sinn einer solchen Gestaltung infrage stellt.Zum Modul selbst:
Hier sehe ich im Fach MM2 gravierende Probleme.- Das Zeichnen bzw Konstruieren wird kaum vermittelt. Stattdessen gibt es vom Institut lediglich zwei Übungen mit Musterlösungen. Der Rest der Vorbereitung basiert faktisch auf Eigeninitiative, oft organisiert über studentische Plattformen wie in Discord.
- Seit vielen Semestern wird mit denselben Übungsaufgaben gearbeitet, die im Vergleich zu den tatsächlichen Klausuraufgaben erhebliche Lücken hinterlassen, weil sie einfach meist nicht den ganzen Stoff abdecken. Weder werden regelmäßig neue Aufgaben bereitgestellt, noch gibt es aktuelle Altklausuren.
Das Ergebnis ist eine unstrukturierte, wenig praxisnahe Vorbereitung, die Studierende mehr belastet als unterstützt. Viele greifen auf das über 500 Seiten umfassende Skript zurück – mit dem pauschalen Hinweis, dass „alles klausurrelevant sein kann“. Dadurch entsteht ein unausgewogenes Verhältnis von Stofffülle, fehlender didaktischer Begleitung und unzureichendem Übungsmaterial auf Klausurniveau.
Fazit:
Die aktuelle Ausgestaltung von MM2 vermittelt den Eindruck, eher auf das „Herausprüfen“ von Studierenden als auf eine professionelle, nachhaltige Lehre abzuzielen. Besonders im Vergleich zu anderen technisch komplexen Modulen wie SRT, die nachweislich bessere Ergebnisse und Erfahrungsberichte liefern, besteht hier dringender Anpassungsbedarf. Das Potenzial des Moduls wäre groß, doch ohne eine verbesserte Didaktik und mehr Input für Prüfungsvorbereitungen bleibt es für viele lediglich eine frustrierende Erfahrung.