Servus,
ich möchte hiermit meine Erfahrungswerte sowie die von Kolleg:innen hinblicklich Projektarbeiten mit Leuten aus vorwiegend Indien, welche Aerospace Engineering im Master studieren, teilen und diesbezüglich einen Ratschlag als Resümee aussprechen. Das mache ich nicht, weil ich gegen Leute aus diesem Land per se etwas habe, sondern weil sich mir sowie vielen anderen zumindest beim Arbeitsverhalten und der Qualifikation von diesen Student:innen durchaus eine Art Muster gezeigt hat.
Zuerst einmal zu den Erfahrungen.
Meine Erfahrungen:
Ich habe letztes Semester eine Projektarbeit im Master mit vorwiegend indischen Gruppenmitgliedern gemacht, welche ich vorher noch nicht kannte. Jedes dieser Gruppenmitglieder hatte Probleme, selbstständig die zugeteilten Arbeitspakete einigermaßen zufriedenstellend und gründlich/vollständig zu bearbeiten. Dies hat mehrere Gründe:
Bei vielen dieser Gruppenmitglieder mangelte es oft an Grundlegenden Kenntnissen, welche man eigentlich in einem Bachelorstudiengang erworben haben sollte. Angefangen davon, dass man beispielsweise ein Wälzlagerpaar axial fixiert bis hin zu dass man die Bemaßungen in einem CAD-Modell nicht einfach automatisch übernimmt, wenn man etwas per Augenmaß! in einer Baugruppe um eine ungenaue Distanz verschiebt. Zudem haben diese Gruppenmitglieder wenig bis gar keine eigenen Ideen hinsichtlich der Planung des weiteren Vorgehens im Projekt geäußert. Auch wurde dementsprechend oft bei relativ einfachen Sachen Hilfe gebraucht.
Ein weiterer Grund ist gemäß meiner Erfahrung die Arbeitsmoral bzw. das Arbeitsverhalten. Die meisten der besagten Gruppenmitglieder brachten sich wenig bis gar nicht in die Diskussion ein und erschienen teils wochenlang nicht zu Treffen der Gruppenarbeit. Es muss dazu gesagt werden, dass bei einigen Treffen nicht vorausgesetzt wurde, dass jeder kann, dennoch sollte man sich nicht - wie geschehen - einfach drei Wochen am Stück nicht blicken lassen und dabei gleichzeitig nicht einmal Fragen bzw. schauen, was es denn zu tun gäbe. Ein Mitglied hat beispielsweise absolut nichts zur Konzeptphase (eine Phase des Projektes) beigetragen, sowie zur anschließenden Konstruktionsphase. Ein weiteres Mitglied hat ebenfalls nahezu nichts zur Konstruktionsphase beigetragen. Die restlichen Mitglieder haben zudem relativ wenig beigetragen und die Ergebnisse waren - wie erwähnt - oft unbrauchbar bzw. mussten stark überarbeitet werden.
Zur Arbeitsmoral lässt sich außerdem sagen, dass diese Gruppenmitglieder oft zwischen 30-45 Minuten zu spät zu angesetzten Gruppenterminen kamen oder einfach generell bei Absprachen oft unzuverlässig waren. (Bei einem Kommilitonen in der Gruppe im gleichen Projekt ist ein indisches Gruppenmitglied auch einmal spontan 30 Minuten vor dem Termin dann an dem Tag doch nicht in Darmstadt gewesen, nachdem es selbst am Tag zuvor den Termin initiiert hatte). In meiner Gruppe wurden beispielsweise vereinbarte Zeitpunkte, bis wann etwas erledigt werden sollte, nicht eingehalten und dies allerdings meist ohne guten Grund. Als Grund wurde so etwa aufgeführt, dass sie viel Arbeiten müssten. Das mag zwar sein, aber das weiß man auch vor dem Projekt und dann sollte man so etwas aus meiner Sicht nicht beginnen, wenn man scheinbar gar nicht richtig Zeit dafür hat.
So viel zu meinen Erfahrungen, nun noch zu denen von Kommilitonen und wissenschaftlichen Mitarbeitern (WiMis):
Zwei Kommilitonen aus besagtem Projekt, die jeweils in anderen Gruppen waren, haben mir hinsichtlich Kompetenz und Arbeitsverhalten ziemlich genau das gleiche geschildert, was ich weiter oben geschrieben habe. Zudem habe ich mich mit anderen Kommilitonen unterhalten, welche ähnliche Erfahrungen in anderen Modulen gemacht haben: Dort haben die Indischen Gruppenmitglieder größtenteils nichts bis wenig zum Projekt beigetragen. Dies war beispielsweise im CAD- Grundlagenmodul im Bachelor der Fall. Drei WiMis von jeweils verschiedenen Instituten, mit denen ich mich unterhalten habe, haben mir erzählt, dass im Grunde jeder der WiMis an ihrem Institut grundsätzlich keine HiWi-Jobs sowie Abschlussarbeiten mehr an Aerospace-Student:innen aus Indien mehr vergibt. Dies geschehe nicht aus böser Absicht, sondern weil besagte Student:innen als Hiwis und in einer Thesis bisher im Grunde immer gravierende Wissenslücken und/oder die Unfähigkeit zum selbstständigen Arbeiten/Problemlösen aufwiesen. Das Problem sei, dass sie diese Hard-und Softskills an ihren Unis in Indien während des Bachelors schlichtweg nicht lernen würden, weil dies dort nicht von ihnen gefordert sei.
Nun zu meinem Fazit: Solltet ihr eine Gruppenarbeit im Master machen, würde ich zumindest bei Indischen Studentinnen und Studenten (sowie anderen Südostasiatischen Ländern) darauf achten, wo diese ihren Bachelorabschluss gemacht haben. Wenn sie ihn hier an der TU oder einer anderen Uni in Deutschland gemacht haben, dürfte es kein besonderes Problem sein, mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten. Wenn diese Leute jedoch ihren Abschluss irgendwo anders gemacht haben, und ihr sie nicht kennt, würde ich euch -sofern diese Leute die Mehrheit der Gruppe ausmachen - raten diese vor einer Zusammenarbeit kennenzulernen.
Mich hat der Ganze Spaß in der Projektarbeit enorm viel Zeit durch erhöhten Arbeitsaufwand gekostet, und ich möchte diese Erfahrung einigen ersparen, deshalb dieser Text.
In diesem Sinne