Erfahrungen - Tutorium Topologie der Fluidsysteme

  • Hey,

    hier findet ihr meine Erfahrungen zum Tutorium Topologie der Fluidsysteme im Maschinenbau-Master:


    TUTORIUM - TOPOLOGIE DER FLUIDSYSTEME - ERFAHRUNGEN - SOSE 19


    Topologie der Fluidsysteme

    Tim Müller, FST

    Winter- und Sommersemester, Tutorium, 4 CP

    Bewertung der Durchführung und der schriftlichen Ausarbeitung


    Blockveranstaltung: 09.-13. September (Termin SoSe 19)


    Inhalt:

    Um ein System möglichst effizient zu betreiben, ist es nicht nur relevant, die einzelnen Komponenten dieses Systems optimal zu gestalten, sondern das Gesamtsystem zu optimieren. Daher ist die Optimierung der Topologie eines Fluidsystems wichtig: Es gilt nicht nur, den optimalen Betriebspunkt von Pumpen zu finden, sondern auch die optimale Auswahl und Anordnung der Pumpen, sodass die Erfüllung der Aufgabe gewährleistet wird und der Energieverbrauch oder die entstehenden Kosten minimiert werden. Bei dem in diesem Tutorium betrachteten Fluidsystem handelt es sich um einen Pumpenprüfstand am Fachgebiet, welcher die Druckerhöhungsanlage eines Hochhauses abbildet.

    Das Tutorium "Topologie der Fluidsysteme" beinhaltet Arbeit und Messungen am Pumpenprüfstand, strömungsmechanische Überlegungen und Auswertungen sowie Optimierungen in Matlab.


    Voraussetzungen:

    Für das Tutorium wird TSL vorausgesetzt. Um das FST zu zitieren: "Grundkenntnisse auf dem Gebiet der inkompressiblen Strömungslehre sind für den erfolgreichen

    Besuch des Tutoriums zwingend erforderlich". Von den Grundlagen der Strömungsmechanik (Bernoulli-Gleichung, Druckverlust,...) sollte man also gehört haben, Grundkenntnisse reichen aber völlig aus.

    Vor Beginn des Tutoriums wird ein Skript an alle Teilnehmenden verschickt, welches vor dem Tutorium durchzulesen ist. Darin werden unter anderem Grundlagen zu Optimierung und zu Pumpenkennlinien erklärt, daher ist Vorwissen zu diesen Themengebieten nicht notwendig.


    Ablauf:

    Das Tutorium ist als Blockveranstaltung mit fünf Tagen Anwesenheit konzipiert. Es wird sowohl in den Semesterferien des Winter- als auch des Sommersemesters angeboten.

    Die Anmeldung ist per Mail möglich, es können 4-6 Studierende teilnehmen.

    Ungefähr zwei Wochen vor dem Tutorium haben wir ein Skript zu den Grundlagen von Pumpen- und Anlagekennlinien, Technical Operations Research und dem Pumpenprüfstand am FST erhalten. Wir sollten das Skript (ca. 30 Seiten) vorher durcharbeiten, zu Beginn des Tutoriums gab es diesbezüglich einen kleinen "Eingangstest" (nichts wildes, aber um sicherzustellen, dass alle das Skript gelesen haben).

    Das Tutorium wird durch einen WiMi (Tim) betreut und ist eine Gruppenarbeit. Wir waren zu viert, was ich eine ideale Gruppengröße für dieses Tutorium fand. Es gab eine detaillierte Aufgabenstellung, die auch die Grundlage für die schriftliche Ausarbeitung bildete. Als Gruppe haben wir meistens zusammen gearbeitet, zeitweise auch in Arbeitsteilung. Die Arbeit am Prüfstand (Umbau des Pumpenprüfstands, Messungen z.B. von verschiedenen Pumpenkennlinien) hat sich mit (strömungsmechanischen) Überlegungen und Berechnungen, Auswertungen und Darstellungen in Matlab sowie der Interpretation der Ergebnisse abgewechselt. Außerdem wurde im Rahmen der Optimierung mit Matlab (plus Toolboxen) zunächst ein einfaches System modelliert und schließlich ein umfangreicheres System vervollständigt.

    Das Tutorium besteht aus einer guten Mischung verschiedener Aufgaben und ist abwechslungsreich. Ich mochte auch die Interaktion zwischen den Aufgaben: Zunächst wurden Vorüberlegungen getroffen, Messungen durchgeführt, damit dann das System optimiert und danach wiederum im durch die Optimierung ermittelten System gemessen.

    Während des Tutoriums fanden regelmäßige Rücksprachen mit Tim (dem betreuenden WiMi) statt, außerdem war er jederzeit für Rückfragen erreichbar.

    In der Tutoriumswoche waren wir täglich von 9 - 17/18 Uhr vor Ort. Dabei fand unsere Arbeit im Arbeitsraum des Instituts und am Prüfstand statt. Wir haben an den PCs im Arbeitsraum mit Matlab und den für die Optimierung notwendigen Toolboxen gearbeitet, daher war es nicht notwendig, diese auf dem eigenen Laptop zu installieren.

    Wir waren eine gute und kompetente Gruppe, kamen gut voran und konnten während der Woche ausführliche Notizen für die Ausarbeitung machen (Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es mit einer weniger guten Gruppe deutlich schleppender vorangehen könnte).

    Nach dem Tutorium war eine schriftliche Ausarbeitung basierend auf den Fragen der Aufgabenstellung anzufertigen. Diese konnte als Gruppe geschrieben werden und wir hatten dafür sechs Wochen Zeit. Dadurch, dass wir als Gruppe in der Woche schon strukturierte Vorarbeit für den Bericht geleistet hatten, ging der Arbeitsaufwand.


    Bewertung:

    Die Bewertung basiert auf der Durchführung und der Mitarbeit im Tutorium sowie auf der Auswertung und der Ausarbeitung im schriftlichen Bericht.

    Wir haben eine sehr gute Note erhalten.


    Einschätzung:

    Ich kann das Tutorium auf jeden Fall weiterempfehlen!

    Es ist abwechslungsreich, da es Arbeit am Prüfstand mit Auswertung / theoretischen Überlegungen und Optimierung verknüpft. Die Relevanz des Themenspektrums ist ersichtlich, da die Realität viel Optimierungspotential bietet. Die Organisation ist gut, der Betreuer sehr hilfsbereit.

    Durch die Gestaltung des Tutoriums als Blockveranstaltung zu einem Termin, der nicht mitten in der Klausurenphase liegt, ist es relativ gut in den Terminplan zu integrieren. (Ich habe das Tutorium hauptsächlich gemacht, weil es mich thematisch angesprochen hat, aber zudem kamen viele andere Tutorien gar nicht in meine Auswahl, weil die Termine unglaublich unpraktisch lagen...).

    Ein großes Dankeschön außerdem auch an meine Gruppe, ihr wart super, Jungs!


    Tipp:

    Ich bin direkt nach dem Tutorium ins Auslandssemester gefahren, daher hier zwei Anmerkungen:

    1. Ja, die einzige geforderte Anwesenheit sind die fünf Tage Blockveranstaltung. Vorbereitung und Ausarbeitung (das dann natürlich in Abstimmung mit der Gruppe) können gemacht werden, wo auch immer man will, es gibt kein Abschlusskolloq o.ä., bei dem man anwesend sein muss.

    2. Es ist keine gute Idee, Arbeit aus Darmstadt mit ins Auslandssemester zu nehmen, selbst wenn es nicht mehr sehr viel ist.


    Bei Fragen zu meinem Bericht könnt ihr die gerne hier stellen.


    Liebe Grüße


    Melly