Externe Abschlussarbeit

  • Servus,


    bin WI-MBler und habe ich die Möglichkeit bei dem Unternehmen bei dem ich zurzeit als Werkstudent tätig bin auch meine Masterthesis zu schreiben.

    Thematisch lässt sich das Thema ganz gut strecken und es würden zur Betreuung theoretisch vom FB1 das Fachgebiet PSCM und Unternehmensführung + Logistik oder vom FB16 die Fachgebiete IAD oder PTW passen.

    Hat jemand von euch bei den Fachgebieten Erfahrung gesammelt wie es so mit Betreuung etc. bei einer Abschlussarbeit aussieht?

    Viel mehr würde mich auch interessieren, wie offen die Fachgebiete für externe Abschlussarbeiten sind? Habe meinen Bachelor nicht hier gemacht, aber schon oft gehört, dass die TU Darmstadt diesbezüglich sehr verschlossen ist.


    Vielen Dank und noch frohes Neues!



  • (Das VKM erlaubt quasi keine externen Abschlussarbeiten mehr, da sich die Interessen vom Unternehmen und dem Institut nach Einschätzung des Instituts nie ausreichend decken würden.)


    Interessehalber, ich möchte möglichst auch meine Thesis im Unternehmen schreiben: In was für einem Unternehmen bist du (Mitarbeiterzahl, Branche, Umsatz, falls du den Namen nicht nennen magst)?


    Meins hält sich für zu klein, das denke ich aber nicht :p

  • Gude,


    ich habe im Bachelor Maschinnebau studiert, mache den Master jetzt aber am FB13. Bezüglich Maschinenbau sind meine Infos nicht mehr die aktuellsten. Vor ein paar Semestern war es aber so, dass man eine Zustimmung des Dekans für eine externe Thesis benötigt hat. Zusätzlich musst du einen Betreuer (wimi) und einen Professor überzeugen, dich zu betreuen. Mein Betreuer der Bachelor Thesis hat paralell auch einen extern schreibenden betreut, den kannte er aber schon länger und es war eventuell eine Art persönlicher Gefallen.


    Beim FB13 (Bauingenieur) sind sie was externe Arbeiten anbelangt nochmal strikter. Ein Professer sagte mir, dass externe Arbeiten nur bei langer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen möglich seien, da sie sonst nicht die Aufgabe und die Betreueung bewerten können. Das hat auch mit dem Eigenanteil des Verfassers zu tun.


    Ich würde die Hürden daher als realtiv hoch einschätzen, an solch eine externe Thesis zu kommen. Was evetuell einfacher ist, wenn es ein laufendes Projekt eines Instituts mit einer Firma gibt, in das deine Thesis eingebunden wird. Ein Kumpel von mir hatte dies bei seiner Bachelorthesis (auch wenn es letzendenlich wegen des Unternehmens sehr kompliziert war).

  • ich schreibe aktuell meine Thesis extern im Unternehmen und kann die Eindrücke von euch nicht ganz bestätigen. Ich hatte keine Probleme ein Institut und den passenden Betreuer zu finden, welches mich unterstützt. Selbstverständlich muss man alle beteiligen von seiner Idee überzeugen können ein Thema extern zu bearbeiten, fachliche Kompetenz wird also vorausgesetzt. Sofern du Institut + Betreuer gefunden hast läuft das folgendermaßen ab: Du verfasst ein Dokument, in dem du folgendes erklärst: Dir ist bewusst, dass du während der Bearbeitungsdauer dich selbst um deine Krankenversicherung bemühen musst. Außerdem versicherst du während der Bearbeitungsdauer keinen Gehalt erhalten Du dürfen, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung. Datum Unterschrift. Auf dem selben Dokument unterschreib der Prof, dass er deine Idee unterstützt und dir Betreuung zusichert. Das Unternehmen unterzeichnet ebenfalls auf diese, Dokument Dir eine angemessene Betreuung zu gewährleisten. Kannst du alles nachlesen im Leitfaden für externe Abschlussarbeiten.
    anschließend ganz basic die unterzeichnete Aufgabenstellung vom Prof erhalten, und beide Dokumente beim Dekan zur Genehmigung vorlegen. Hört sich schlimmer an als es ist, bei mir hat es von der Einreichung bis zur Genehmigung 2 Tage gedauert.


    Nochmal zusammenfassen: Ich verstehe wirklich nicht, weshalb TUler meinen externe Arbeiten gehen bei uns schwer. Mag sein, das es Institute gibt die da keinen Bock drauf haben, aber mit genug Eigeninitiative und Zeit wird man definitiv fündig.

    Für meinen Master habe ich eine interne Verfassung erst gar nicht in Erwägung gezogen.

  • Bin momentan ebenfalls in einem Unternehmen, um meine Thesis zu schreiben. Werde von der TU aus vom Prof. Schabel (PMV) betreut. Aus meiner eigenen Erfahrung und wie ich es in der Vergangenheit mitbekommen habe, kümmert er sich sehr stark um Studenten, sodass man, mit dem Wunsch extern seine Thesis schreiben zu wollen, an ihn ran treten kann und er dieses auch aktiv unterstützt. In meinem Fall hat er seine Kontakte spielen lassen, um mich wo unterzubringen. In anderen Fällen hat er sich mit dem Student und Unternehmensvertreter getroffen und sowas gesagt wie "nee, hier lieber nicht/ das hört sich gut an/ da müsste man noch etwas ergänzen/ weglassen".


    Wieder allgemeiner gesprochen: Natürlich müssen sich die Interessen des Unternehmens, Instituts und auch die eigenen decken. Hat man aber eine grobe Vorstellung von dem was man machen möchte, würde ich gucken zu welchem Institut das passen könnte (mehr als eins), die jeweiligen Profs (evtl auch WiMis) anfragen und gucken was passiert. Mehr als ein "nein" kann nicht zurück kommen ;)


    Für den von authrey beschriebenen Prozess habe ich etwa 2-3 Monate eingeplant, was dann aber doch innerhalb eines Monats erledigt war. Das Längste dabei war das Warten auf Rückmeldung von den jeweiligen Unternehmen/ Institutionen, die angefragt wurden, da dies zur Ferienzeit stattgefunden hat (ca. 2 Wochen). Dann eben gemeinsam die Aufgabenstellung konkretisieren (ca. 1 Woche), im Mechcanter/ beim Dekan vorlegen (ca. den Rest) und los ging's :)


    Ich kann wirklich nur empfehlen einfach mal die Profs anzusprechen und nachzufragen ob und was möglich ist. Je mehr man schon von sich aus macht (Thematik überlegen, evtl. auch schon eine Liste passender Unternehmen/ Institutionen), umso eher wird es klappen, denke ich.

    Ansonsten schreiben in seltenen Fällen Institute auch externe Abschlussarbeiten aus.


    Wünsche jedem mit diesem Vorhaben viel Erfolg dabei (und auch jenen, die intern eine geeignete Thesis suchen)!

  • Könntet ihr masch22 authrey bitte die Erfahrungen im Rahmen von Sperrvermerk teilen?


    Ich habe bei einem Unternehmen mein Pflichtpraktikum gemacht und bekomme momentan ein wirklich gutes Angebot davon für meine Master-Abschlussarbeit. Aber das Unternehmen verlangt den Sperrvermerk aufgrund von Vertraulichkeit. Ich habe schon bei einem Institut nachgefragt, das kann einen Sperrvermerk leider nicht gewährleisten. Danach habe ich mich wieder bei Mechcenter erkundigt und davon erfahren, wenn eine Erfindermeldung bzw. Patentschutz für die Thesis vorliegt, könnte ein Sperrvermerk erst erteilt werden. Aber bei meinem Angebot gibt es leider keine Patentsache. :(

    Habt ihr ebenso diese Schwierigkeit getroffen und wie ihr die gelöst? Danke im Voraus.

  • Ich habe im Unternehmen bereits beim ersten Kontakt kommuniziert, dass meine Arbeit kein Sperrvermerk erhalten wird. Das wurde dann natürlich kommuniziert und am Ende ein Kompromiss ausgehandelt. Das klappt natürlich nicht bei jeder Firma, allerdings bei denjenigen die Leute suchen und an der Thematik wirklich interessiert sind. Bevor die einen Bewerber ablehnen wird da schonmal ein Kompromiss eingegangen. Es ist im wesentlichen Verhandlungssache, also hart bleiben, aber nicht stur sein. Für mich würde ein Sperrvermerk aufgrund des zusätzlichen Bürokratischen Aufwands nicht in Frage kommen.