Prüfungsprotokoll 16.05.18

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  • Prüfungsprotokoll 16.05.18

    Zu mir:
    Ich war nicht in der Vorlesung, hatte nur 1,5 Wochen um das komplette Semester nachzuholen und war sogar noch besoffen und dann krank. Weshalb ich gar nicht weiß, wieviele Tage ich tatsächlich hatte zum Lernen. (ca. 6-7 schätze ich)
    Ein Tag vor meiner Prüfung wäre ich vielleicht durchgefallen. Durch die vielen Prüfungsprotokolle hier konnte ich mich in einer 10 Stunden Lernphase nochmal so gut vorbereiten, dass es am Ende eine 1,3 war!
    Als Dankeschön schreibe ich jetzt mein Prüfungsprotokoll:

    Zur Prüfung:
    Dauer 20min. Im Raum war Prof. Rinderknecht und ein weiterer, der protokolliert hat.

    Ich hatte als Aufgabe NICHT die magnetgelagerte Spindel, sondern den Rotorprüfungsstand des Instituts. (Könnt ihr euch im Internet anschauen)
    Wichtig ist nur, dass er aktiv mit piezokeramiken gelagert ist. (Der Prüfling vor mir hatte die magnetgelagerte Spindel)

    Als erstes die klassische Frage, wie würden sie bei der Modellbildung vorgehen?
    Hier habe ich erst mal ganz viel ausführlich runtererzählt um Zeit zu schinden. (vgl andere Prüfungsprotokolle)
    Ihr könnt den Verlauf der Prüfung gerade in diesem Bereich sehr gut steuern. Sagt nix, wo ihr nicht 100% sicher seid. oder wo ihr wisst, dass wenn er nachfragt ihr auch nicht darauf kommt. Oder sagt bewusst etwas ungenauer, damit er da nachfragt und ihr dann punkten könnt.
    Denn Prof. Rinderknecht fragt da nach, wo ihr euch unsicher seid. Das ist von ihm nicht böse gemeint, er will dann nur mit euch die fehlenden Informationen erarbeiten. Bei mir habe ich den Zustandsraum und die Modalkoordinaten erwähnt, dann aber auch noch die Massen, Steifigkeits- und Dämpfungsmatrix.... und hab mich etwas verhaspelt... denn ich habe gesagt, dass ich daraus die EIgenfrequenzen und Eigenformen berechnen kann... Er wollte dann wissen ja wo genau kann man die denn nun rausholen?
    Als ich mit den ganzen Matrizen etwas durcheinander gekommen war, hat er gesagt, dass ich mal eine Bewegungsgleichung aufschreiben soll. Da ich da relativ fitt war, konnte ich die runterschreiben, die Konvertierung in den Zustandsraum erklären und zeigen... daran konnte man dann auch super erkennen, dass Massen, Steifigkeit und Dämpfungseigenschaften alle zusammen gemeinsam in die Systemmatrix A einfließen und anhand dieser die Eigenfrequenzen mit Eigenwerten errechnet werden können. Später hat das bei der Note sogar sehr gepunktet denn er hat gesagt das wir in der Tiefe alles besprochen hätten und gemeinsam herleiten konnten.
    Er wollte dann noch wissen, wieviele Eigenwerte und Eigenfrequenzen es gibt. (Soviele Freiheitsgrade wie es auch gibt)
    Da gab es aber ein Punkt den ich nicht genau wusste... das hatte mit den doppelten Polpaaren zu tun. Da hat man dann nur eine Eigenfrequenz aber zwei Eigenformen oder so ka(oder umgekehrt?)... habs dann aber irgendwie korrekt beantwortet...

    Dann zurück zu dem Rotor. Da ich ja die Systemgrenze erwähnt hatte, wollte er wissen wo ich sie hier ziehen würde. (Gehäuse und Maschinenbett als Starr angenommen und dann die Kräfte der Lager auf den Rotor)
    Danach wollte er wissen, welches Globale Verhalten herrscht. Ich habe erst den Rotationsfreiheitsgrad betrachtet und mir etwas schwer getan aber er wollte eigentlich Biegung wissen. Naja was er hören wollte war, dass das System durch die passiven Lager gefesselt ist und damit globales P verhalten vorliegt. Ich hab zuerst nur gesagt, dass es globales P verhalten sein sollte.. Er hat sofort warum nachgefragt. Ich hab gesagt, weil auf eine Aktorkraft auch nur eine begrenzte Auslenkung erfolgt da es gefesselt ist.

    Dann ging er auf die Nichtlinearitäten ein, die ich am Anfang erwähnt hatte. Hier habe ich die piezos erwähnt und das man sie ggf. in einem Arbeitspunkt linearisieren könnte.

    Dann waren auf dem Bild zwei Biegeigenfrequenzen eingezeichnet. 2 Sensoren und 1 Aktor. Ein Sensor war kollokiert, allerdings waren die Beiden sehr nah an einem anderen Lager. Er Fragte welcher Sensor ist besser für eine PD Regelung des Aktors. (War etwas eine Fangfrage) Er wollte dass man differenziert. Ich sagte erst, dass das Kollokierte besser sei weil... dann hab ich zurückgezogen und gesagt ja Moment das kommt drauf an wo mein Betriebspunkt oder in welchem Bereich is Regeln möchte. (Das fand er sehr gut) Der eine Sensor lag direkt auf dem Maximum der ersten BEF der andere wie erwähnt auf dem Aktor. Wenn ich gar nicht zu der zweiten BEF komme, ist der entfernte Sensor besser, da die BEF besser "beobachtbar" ist. (Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit wollte er explizit hören) Die zweite BEF war dann aber so, dass die Modalkonstante negativ wurde und somit das System mit einem PD Regler nicht stabil gewesen wäre. Deshalb musste man den kollokierten Aktor/Sensor in diesem Bereich wählen.

    Dann hat er gesagt, dass ein DMS auf dem Piezo klebt um die längung zu messen. Können Sie sich vorstellen, dass der Piezo ein EInfluss auf die Messung hat?

    Ja zum einen thermisch wir haben aber erarbeitet, dass wenn in Brückenschaltung und alle Widerstände warm werden kann man das kompensieren...

    Dann gingen wir noch auf die kapazitive kopplung ein. Hier war ich etwas schwach, deshalb sollte ich das aufzeichnen und ich konnte dann aber noch sagen, dass der Einfluss bei steigender Frequenz zunimmt.


    Das wars.
    Danke an alle die auch ein Protokoll geschrieben haben und mir die Prüfung gerettet haben.

    Ich hab das jetzt gerade so runtergeschrieben... Vermutlich ist es voller Fehler aber es wird schon helfen ;)

    Tschüss!