Für welchen Halbgott sind denn diese Klausuren bitte konzipiert?!

  • Ich bin momentan in der Klausurvorbereitung für Höhere Maschinendynamik und bin überrascht von der schieren Masse an Aufgaben und Rechnungen in den Altklausuren. Jede Klausur hat 4 Aufgaben mit jeweils ca. 4 Unteraufgaben, also insgesamt um die 16 Aufgabenteile pro Klausur.
    In der Klausur, die ich eben gerechnet habe (SS16), musste man in der 4 b) -- also in einem 1/16. der Klausur-- allen Ernstes die Eigenwerte für ein Polynom 4. Grades bestimmen samt aller 4 Eigenvektoren, d.h. man musste unter anderem 4 Mal ein komplettes 4x4 LGS lösen, das jeweils fast voll besetzt war. Und dafür hat man ca. 9min Zeit. 8o Ähm, gehts noch? Hab jetzt schon richtig Bock auf die Klausur. :|


    Welche Strategie verfolgt ihr bei HMD? Wie empfänglich ist der Prof. Schweizer bezüglich Bestechungsgeldern?

  • Ein Taschenrechner ist aber auch nur dann nützlich, wenn konkrete Zahlenwerte gegeben sind. Und das wird in Höherer Maschinendynamik so gut wie nie passieren :P


    Da musst du wohl zum Halbgott werden :D

  • Ich habe diesen Taschenrechner. Der kann zwar 4x4 Matrizen berechnen, das Problem an HMD ist aber, dass die Matrizen ja nicht nur aus Zahlen, sondern einer Menge Parametern bestehen. Ich glaube da hilft der Taschenrechner leider auch nicht weiter.


    Bei deiner erwähnte Aufgabe ist das charakteristische Polynom ja zum Glück vorgegeben und sogar so umgestellt, dass zwei der vier Eigenwerte leicht berechenbar sind.


    Ich kann mich an einen Spruch von meinem Mathe 1 Prof erinnern, der sinngemäß gesagt hat: "Erstmal genau hinschauen bevor man wild drauf "los-gaußt". Damit lassen sich dann die restlichen zwei Eigenwerte relativ schnell ermitteln, ohne groß ein LGS lösen zu müssen, "nur" durch genaues hinschauen. Sowas kommt bei Eigenwerten und Eigenvektoren relativ häufig vor.


    Was mir dabei noch auffällt ist, dass du bei der Aufgabe auch nur eine Seite vorgegeben hast in der Klausur. Das ist ja bereits ein kleiner Hinweiß wie viel man dazu wirklich hinschreiben muss.

  • Mich würde aber auch generell mal die Bepunktung interessieren.


    Worauf gibt es denn genau Punkte? Mehr auf den Ansatz oder das stumpfe Ausrechnen? Weiß das jemand?


    Letztendlich ist der Ansatz ja das "schwierige", normalerweise lässt sich dann ja alles (unter einem großen Zeitaufwand) berechnen.


    Ist schon klar, dass es auf das richtige Endergebnis Punkte gibt. Mich würde nur mal das Verhältnis der Punkteverteilung von Ansatz und Ergebnis interessieren.
    Wenn es nämlich auf die Ansätze schon gut Punkte gibt, würde ich nämlich so vorgehen, dass ich erst einmal überall die Ansätze stehen habe und am Ende alles ausrechne.

  • Ja, es wurde gesagt, dass die Struktur so bleibt, wie in den letzten beiden Klausuren, d.h. 3 Aufgaben, wobei die erste und die letzte Aufgabe immer das gleiche Thema (Transformationsmatrizen mit Kinematik und Schwingungen) sind und die zweite Aufgabe entweder eine Behandlung mit Absolutkoordinaten oder mit Minimalkoordinaten sein wird. (d.h. die letzten beiden Klausuren sollten ein gutes Bild geben, da jeweils einmal Absolut- und Minimalkoordinaten dran kamen)


    LG


    Edit: Angaben sind natürlich ohne Gewähr, ich zumindest verlasse mich nicht auf nur diese Aussage der VL, ist sicher nicht zu empfehlen